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EAN vs. UPC-Barcode: Was brauchen Sie für den Handel?

Veröffentlicht am 9. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit

EAN vs. UPC-Barcode: Was brauchen Sie für den Handel?

Wenn Sie planen, ein physisches Produkt im Einzelhandel zu verkaufen, benötigen Sie unweigerlich einen standardisierten Barcode auf Ihrer Verpackung. Während dieses Prozesses steht fast jeder Unternehmer vor derselben verwirrenden Frage: die Unterschiede zwischen EAN vs. UPC-Barcode zu verstehen. Obwohl sie mit bloßem Auge fast identisch aussehen, könnte die Wahl des falschen Formats zur Ablehnung durch große Einzelhändler, zu Kopfschmerzen in der Lieferkette und zu kostspieligem Umpacken führen.

Was ist ein UPC-Barcode?

Der Universal Product Code oder UPC ist der ursprüngliche Barcode-Standard für den Einzelhandel. In den frühen 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten entwickelt, revolutionierte er den Kassiervorgang im Supermarkt. Die als UPC-A bekannte Standardversion besteht aus genau 12 Ziffern. Die erste Ziffer steht normalerweise für die Art des Produkts, gefolgt von einem eindeutigen Herstellercode, einem Produktcode und schließlich einer einzelnen Prüfziffer, mit der Scanner überprüfen, ob die Lesung korrekt ist. Das UPC-System wird von GS1 verwaltet und ist das dominierende Format, das in den Vereinigten Staaten und Kanada verwendet wird. Wenn Sie ein nordamerikanisches Unternehmen sind, das ausschließlich an nordamerikanische Einzelhändler verkauft, ist der UPC-A in der Regel der Standard, den Sie übernehmen werden.

Was ist ein EAN-Barcode?

Als der Erfolg des UPC unbestreitbar wurde, erkannte Europa, dass sie ein kompatibles, aber eigenständiges System für den internationalen Handel benötigten. So wurde die European Article Number (jetzt technisch International Article Number genannt, aber immer noch als EAN abgekürzt) geboren. Die Standard-EAN-13 besteht aus 13 Ziffern. Die Struktur ist der UPC sehr ähnlich, enthält jedoch ganz am Anfang einen zusätzlichen Ländercode (der die ersten zwei oder drei Ziffern umfasst), der die GS1-Mitgliedsorganisation angibt, bei der das Präfix registriert wurde. Heute ist die EAN der universell akzeptierte Standard außerhalb Nordamerikas.

Die Kernunterschiede

Der Hauptunterschied in der EAN vs. UPC-Barcode-Debatte ist einfach die geografische Herkunft und die 13. Ziffer. Eine UPC-A ist eine 12-stellige Nummer hauptsächlich für Nordamerika, während eine EAN-13 eine 13-stellige Nummer für den Rest der Welt ist. Interessanterweise sind moderne Point-of-Sale (POS)-Systeme, da beide von GS1 verwaltet werden, so konzipiert, dass sie beide lesen können. Tatsächlich kann eine UPC-A einfach durch Hinzufügen einer führenden Null in eine EAN-13 umgewandelt werden. Während moderne Scanner beide Formate nahtlos verarbeiten, könnten ältere Legacy-Systeme in einigen amerikanischen Geschäften immer noch Probleme mit der 13-stelligen EAN haben, weshalb es so wichtig ist, Ihren Zielmarkt zu verstehen.

Vergleich mit industriellen Formaten

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass sowohl UPC als auch EAN streng für Point-of-Sale im Einzelhandel vorgesehen sind. Sie speichern nur Nummern (die GTIN) und werden nicht für die interne logistische Verfolgung variabler Daten wie Chargennummern oder Verfallsdaten verwendet. Wenn Sie Paletten in einem Lager verfolgen müssen, würden Sie industrielle Formate verwenden. Diese Unterschiede können Sie in unserem Code 128 vs Code 39 Leitfaden nachlesen. Wenn Sie außerdem ein Produkt direkt mit einer Website und nicht mit einer Kassen-Datenbank verknüpfen möchten, sollten Sie unseren Vergleich über QR code vs barcode lesen.

Welchen sollten Sie wählen?

Die Entscheidungsregel ist unkompliziert: Wenn Sie hauptsächlich in den USA und Kanada verkaufen, holen Sie sich einen UPC. Wenn Sie international verkaufen (Europa, Asien, Südamerika usw.), holen Sie sich einen EAN. Wenn Sie weltweit verkaufen, ist die EAN in der Regel die sicherste Wahl, da alle modernen US-Einzelhändler sie lesen können. Bestätigen Sie dies jedoch immer mit Ihren größten Distributoren vor dem Druck.

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